Biomechanische Gutachten

War die HWS-Verletzung unfallbedingt? Wir liefern die Antwort.

Die Versicherung bestreitet das Schleudertrauma? Biomechanische Gutachten klären die Verletzungswahrscheinlichkeit objektiv — interdisziplinär an der Schnittstelle von Technik und Medizin, gestützt auf Δv, Insassenkinematik und eigene Forschung.

Interdisziplinär: Technik + MedizinFür Anwälte, Gerichte, VersichererBundesweit
Einsatzfälle

Wann Sie uns brauchen.

Drei Konstellationen, in denen ein biomechanisches Gutachten regelmäßig über den Ausgang des Verfahrens entscheidet.

Die Versicherung bestreitet die Kausalität

Der Haftpflichtversicherer lehnt Schmerzensgeld und Behandlungskosten ab: Der Anstoß sei „zu gering für eine Verletzung“. Wir prüfen das objektiv — mit Δv-Berechnung und Insassenkinematik statt Pauschalbehauptung.

Das Gericht benötigt eine Δv-Bewertung

Bei bestrittenen HWS-Verletzungen holen Gerichte regelmäßig zuerst ein biomechanisches Gutachten ein: Wie groß war die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung — und welche Belastung ergab sich daraus für die Insassen?

Frühes Privatgutachten als Verhandlungsbasis

Ein früh beauftragtes Privatgutachten stärkt die Verhandlungsposition gegenüber der Versicherung erheblich — bevor die Fahrzeuge repariert sind und die technische Beweislage verloren geht.

Grundlagen

Die Wissenschaft dahinter.

Ob eine HWS-Verletzung unfallbedingt möglich war, lässt sich anhand messbarer Belastungsgrößen eingrenzen. Die wichtigsten Anhaltswerte:

10–13 km/h

Δv beim Heckaufprall

Eine HWS-Distorsion ist bei Heckkollisionen ab einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Δv) von etwa 10–13 km/h möglich. Unterhalb von 10–11 km/h wurden in Versuchsreihen keine Verletzungen beobachtet.

4–15 g

Beschleunigung und „Ruck“

Entscheidend ist nicht Δv allein, sondern die auf die Insassen wirkende Beschleunigung und deren zeitlicher Verlauf. Unterhalb von 4 g ist ein Schleudertrauma nicht zu erwarten; zwischen 4 und 15 g steigt die Wahrscheinlichkeit an.

19,6 %

Becke-Studie

In der Becke-Studie klagten 19,6 % der Testpersonen über HWS-Beschwerden, obwohl der Heckaufprall lediglich simuliert wurde. Der Befund unterstreicht, warum objektive technische Kriterien für die Kausalitätsfrage unverzichtbar sind.

Himbert / Mücke

Eigene Forschung

Unsere Bewertungen stützen sich auf die aktuelle Fachliteratur und eigene Forschung: die hauseigene Studie Himbert/Mücke zu den verletzungsrelevanten Belastungsgrößen bei Fahrzeugkollisionen.

Diese Werte sind Anhaltspunkte aus Versuchsreihen und Literatur — kein Automatismus. Maßgeblich ist immer die Analyse des Einzelfalls: Sitzposition, Kopfstützengeometrie, Anstoßrichtung und die konkrete Belastung der Insassen.

Anstoßarten

Untersuchte Anstoßarten.

Jede Anstoßrichtung belastet die Insassen anders — und stellt andere Anforderungen an die Analyse.

Heckanprall

Der klassische Auslöser geltend gemachter HWS-Beschwerden. Wir berechnen Δv, rekonstruieren die Insassenbewegung und bewerten die Verletzungswahrscheinlichkeit.

Häufigster HWS-Fall

Frontanstoß

Beim Frontanstoß ist eine HWS-Verletzung erst ab deutlich höheren Belastungen zu erwarten — in der Regel ab einer Geschwindigkeitsänderung von etwa 15 km/h.

HWS-relevant ab ~15 km/h Δv

Seitenaufprall

Die seitliche Kopf- und Rumpfbewegung erfordert eine differenzierte Analyse von Sitzposition, Anstoßrichtung und Belastungsverlauf im Einzelfall.

Komplexe Insassenkinematik

Sonderfall „Gurtlose“

Ohne Gurt verläuft die Insassenbewegung grundlegend anders. Das Gutachten klärt auch, ob das dokumentierte Verletzungsbild zum angegebenen Gurtstatus passt.

Gurtstatus & Verletzungsbild

Ablauf

So beauftragen Sie uns — in drei Schritten.

Aus der Kanzlei heraus, ohne Umwege. Bei laufenden Fristen bearbeiten wir priorisiert.

01

Unterlagen

Sie übersenden uns die Akte, Fotos und — soweit vorhanden — die Schadengutachten beider Fahrzeuge. Mehr braucht es für die Vorprüfung in der Regel nicht.

02

Technische Analyse

Wir bestimmen die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Δv) und rekonstruieren die Insassenkinematik — auf Basis der Schadenbilder und der Fahrzeugdaten.

03

Gutachten

Sie erhalten ein gerichtsfestes Gutachten mit nachvollziehbar begründeter Verletzungswahrscheinlichkeit — als Privatgutachten oder im gerichtlichen Auftrag.

Die Erstberatung ist kostenlos — wir sagen Ihnen vorab, ob sich ein Gutachten in Ihrem Fall lohnt.

Alle Leistungen für Rechtsanwälte

Bereitschaftsdienst · rund um die Uhr

Bestrittene HWS-Verletzung? Wir liefern Fakten.

Je früher die technische Beweislage gesichert ist, desto belastbarer das Gutachten. Rufen Sie an oder senden Sie uns die Unterlagen — die Erstberatung ist kostenlos.

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